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Neues Halbleiter-Material könnte Computerherstellung vereinfachen

Chemiker der Westfaelischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) haben ein Halbleiter-Material entwickelt, das reversibel seine Eigenschaften ändert. Es könnte für die einfachere Herstellung von Schaltkreisen eingesetzt werden und somit die Computer-Herstellung vereinfachen. Desweiteren könnte das neu entwickelte Material eine entschiedene Rolle bei der emissionsfreien Stromerzeugung spielen. Die Forschungsergebnisse werden in der Februarausgabe der angesehenen Fachzeitschrift „Nature Materials“ vorgestellt.

Privatdozent Dr. Tom Nilges vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie der WWU entwickelte gemeinsam mit Kollegen eine Silberverbindung (Ag10Te4Br3), welche temperaturgesteuert ihre physikalischen Eigenschaften ändert.Das neue Material lässt neue Impulse für die Datenspeichertechnologie und die Computerchiparchitektur erwarten.

„Das neue Material kann dazu beitragen, die Chipherstellung zu vereinfachen“, sagt Dr. Nilges. „Statt zweier dotierter Materialien müsste zum Beispiel bei integrierten Schaltkreisen zur Herstellung von Transistoren nur noch eines – nämlich unsere Neuentwicklung – verwendet werden.“

Arbeitsgruppe Nilges – WWU
http://www.uni-muenster.de/Chemie.ac/nilges/welcome.html

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