Technikfreak

Samba 4.3.x: smbd.service: Control process exited, code=exited status=1

Wer einen Linux Fileserver mit Samba laufen hat, rennt vielleicht in das gleiche Problem wie ich. Ich habe den Server ein paar Wochen nicht upgedatet und wegen eines Linux Kernel Upgrades den Recher neu gestartet. So weit so gut. Kurz darauf stellte ich fest, dass Samba nicht funktionierte. Was nun…

zuerst versuchen wir einfach mal den Service neu zu starten.

server@archserv ~ % sudo systemctl restart smbd :(
Job for smbd.service failed because the control process exited with error code. See "systemctl status smbd.service"and "journalctl -xe" for details.

Hm ok, es gibt wohl ein Problem beim starten, wer Samba kennt, wird heir schon erwarten, das es eine Änderung in der Config gibt, welche jetzt den start verhindert. nun schauen wir also was uns der Status verrät.

server@archserv ~ % sudo systemctl status smbd :(
smbd.service - Samba SMB/CIFS server
Loaded: loaded (/usr/lib/systemd/system/smbd.service; enabled; vendor preset: disabled)
Active: failed (Result: exit-code) since Fri 2015-10-16 20:44:03 CEST; 6min ago
Process: 7201 ExecStart=/usr/bin/smbd -D (code=exited, status=1/FAILURE)
Main PID: 809 (code=killed, signal=TERM)

Oct 16 20:44:01 archserv systemd[1]: Starting Samba SMB/CIFS server...
Oct 16 20:44:03 archserv systemd[1]: smbd.service: Control process exited, code=exited status=1
Oct 16 20:44:03 archserv systemd[1]: Failed to start Samba SMB/CIFS server.
Oct 16 20:44:03 archserv systemd[1]: smbd.service: Unit entered failed state.
Oct 16 20:44:03 archserv systemd[1]: smbd.service: Failed with result 'exit-code'.

Hmmmm, das verrät uns leider nicht wirklich, was das Problem ist. Also probieren wir den 2. Vorschlag.

server@archserv ~ % sudo journalctl -xe
-- Unit smbd.service has begun starting up.
Oct 16 20:44:03 archserv systemd[1]: smbd.service: Control process exited, code=exited status=1
Oct 16 20:44:03 archserv systemd[1]: Failed to start Samba SMB/CIFS server.
-- Subject: Unit smbd.service has failed
-- Defined-By: systemd
-- Support: http://lists.freedesktop.org/mailman/listinfo/systemd-devel
--
-- Unit smbd.service has failed.
--
-- The result is failed.
Oct 16 20:44:03 archserv sudo[7196]: pam_unix(sudo:session): session closed for user root
Oct 16 20:44:03 archserv systemd[1]: smbd.service: Unit entered failed state.
Oct 16 20:44:03 archserv systemd[1]: smbd.service: Failed with result 'exit-code'.
Oct 16 20:50:36 archserv sudo[7210]: server : TTY=pts/0 ; PWD=/home/server ; USER=root ; COMMAND=/usr/bin/systemctl status smbd
Oct 16 20:50:36 archserv sudo[7210]: pam_unix(sudo:session): session opened for user root by server(uid=0)
Oct 16 20:50:39 archserv sudo[7210]: pam_unix(sudo:session): session closed for user root
Oct 16 20:53:15 archserv sudo[7218]: server : TTY=pts/0 ; PWD=/home/server ; USER=root ; COMMAND=/usr/bin/journalctl -xe
Oct 16 20:53:15 archserv sudo[7218]: pam_unix(sudo:session): session opened for user root by server(uid=0)

…Wir sehen, dass wir nichts sehen… Normalerweise, sollte das der weg sein, welcher uns zu einer aussagekräftigen Fehlermeldung bringt. Und jetzt ist wohl der Punkt, an dem man einen Forenpost erstellen sollte, mit den jeweiligen Fehlerreports.
Ok nun weiß ich aber, dass Samba neben smbd noch den diens nmbd mitbringt, also schauen wir mal, was dieser Dienst macht.

server@archserv ~ % sudo systemctl status nmbd :(
nmbd.service - Samba NetBIOS name server
Loaded: loaded (/usr/lib/systemd/system/nmbd.service; enabled; vendor preset: disabled)
Active: failed (Result: exit-code) since Fri 2015-10-16 20:56:06 CEST; 1s ago
Process: 7234 ExecStart=/usr/bin/nmbd -D (code=exited, status=1/FAILURE)
Main PID: 820 (code=exited, status=0/SUCCESS)

Oct 16 20:56:06 archserv systemd[1]: Starting Samba NetBIOS name server...
Oct 16 20:56:06 archserv nmbd[7234]: [2015/10/16 20:56:06.874015, 0] ../lib/util/util.c:285(directory_create_or_exist_strict)
Oct 16 20:56:06 archserv nmbd[7234]: invalid permissions on directory '/var/cache/samba/msg': has 0700 should be 0755
Oct 16 20:56:06 archserv systemd[1]: nmbd.service: Control process exited, code=exited status=1
Oct 16 20:56:06 archserv systemd[1]: Failed to start Samba NetBIOS name server.
Oct 16 20:56:06 archserv systemd[1]: nmbd.service: Unit entered failed state.
Oct 16 20:56:06 archserv systemd[1]: nmbd.service: Failed with result 'exit-code'.

Oh was sehen wir da

archserv nmbd[7234]: invalid permissions on directory '/var/cache/samba/msg': has 0700 should be 0755"

Das ist doch eine Fehlermeldung mit der wir arbeiten können. Also versuchen wir das Problem zu beheben, indem wir die Rechte des betroffenen Ordner ändern und starten den Service neu.

server@archserv ~ % sudo chmod 755 /var/cache/samba/msg
server@archserv ~ % sudo systemctl restart smbd
server@archserv ~ % systemctl status smbd
smbd.service - Samba SMB/CIFS server
Loaded: loaded (/usr/lib/systemd/system/smbd.service; enabled; vendor preset: disabled)
Active: active (running) since Fri 2015-10-16 21:04:57 CEST; 12s ago
Process: 7260 ExecStart=/usr/bin/smbd -D (code=exited, status=0/SUCCESS)
Main PID: 7261 (smbd)

HA! Siehe da, ein einfaches Rechteproblem hat den Servicestart verhindert und nun läuft wieder alles Problemlos.
Ich hoffe, ich konnte euch anhand des Beispieles zeigen, wie man mit systemd versuchen kann, den Fehler zu finden.

Arch install scripts oder grafische Installer

… da die Diskussion gerade bei Arch Linux doch immer wieder aufkommt, möchte ich mal meine Meinung dazu kundtun.

Installation – the arch way – arch install scripts

Die doch sehr ausführliche Anleitung und der Gedanke, alles in der Shell eingeben zu müssen, schreckt sicher den einen oder anderen User ab. Die Installation ist schon ein wenig der Initiationsritus von Arch Linux… :D. Ich kann es wirklich nur jeden empfehlen, diesen Weg zu gehen. Da man dabei einige grundlegende Dinge über Arch Linux lernt, welche spätestens dann nützlich werden, wenn das System, aus welche Grund auch immer, mal nicht mehr bootet.

Grafische Installer

Archboot – https://wiki.archlinux.org/index.php/Archboot

Archboot ist das monatlich erscheinende Installation & Rettungsimage von Arch Linux, es bietet weiterhin das altbekannte „Arch Installation Framework“

Archlinux Ultimate Install – https://github.com/helmuthdu/aui

Ein Installations- und Konfigurationsscript für Arch Linux

Arch based Distros – https://wiki.archlinux.org/index.php/Arch_based_distributions_(active)

Ich habe schon oft gelesen, dass diverse Arch based Distos dazu benutzt werden um einfach ein Arch Linux zu installieren. Wenn ihr Support im IRC oder im Forum bekommen möchtet, dann kann ich euch nur davon abraten. Andere Distos sind halt kein Arch Linux und ihr werdet keine Hilfe von der Arch Community bekommen!

Am ende muss natürlich jeder selbst wissen was und wie er es macht. Jeder User mit etwas Linuxerfahrung wird das arch base system in 10 Minuten installiert haben, von daher gibt es keinen wirklichen Grund, auf Irgendeinen Installer zurückzugreifen

Über 1500 native Linuxspiele auf Steam verfügbar

steam-tux

Der Linux Desktop wird inzwischen auch für Spieler immer interessanter. Valve hat letzte Woche einen weiteren Meilenstein erreicht, inzwischen sind über 1500 native Linuxspiele auf Steam verfügbar. Im November letzten Jahres waren es noch knapp 800 Spiele.

Zur Zeit erscheinen rund 100 neue Linuxspiele pro Monat. Hauptsächlich handelt es sich bei den Titeln um Indiegames, doch es erscheinen auch immer mehr AAA-Titel wie DiRT Showdown, Company of Heroes 2, Metro 2033 / Last Light Redux und viele andere. Besonders wegen des bevorstehenden Verkaufsstart der Steam Machines im Oktober, kann man noch mit einem deutlichen Zuwachs an Toptiteln rechnen.

Wieso überhaupt Archlinux…?

Da könnte man jetzt sicher einige Details aufzählen, welcher Archlinux von anderen Distributionen unterscheidet, darauf möchte ich hier aber verzichten.

Stattdessen gibt es nur ein paar links aus der Wiki:

Mit dem Posten der Links, sind wir eigentlich auch schon bei dem, was Archlinux für mich ausmacht…

…Die Community

Ich glaube, bei kaum einer anderen Distribution, spielt die Community eine so große Rolle, wie bei Archlinux…

Wiki

Die Archlinux Wiki , ist mit Sicherheit eine der Besten Linuxdokumentationen im Internet ist und sollte bei Fragen und Problemen immer der erste Anlaufpunkt sein.

Forum und IRC

Sollte es irgendetwas geben, was noch nicht in der Wiki behandelt wurde, gibt es natürlich noch das Archlinux Forum und die Kanäle #archlinux und #archlinux.de im Freenode.

Ok… Als Newbe braucht man Anfangs vielleicht ein dickes Fell… Wenn man mit „Newbe-Fragen“ im Forum oder im IRC aufschlägt, wird man oft nur ein RTFM lesen.

Ich bin mir sicher, dass dieses Verhalten den einen oder anderen User abschrecken wird. Dieses Verhalten liegt aber meistens daran, dass die Probleme schon 1000 mal behandelt worden und auch gut in der Wiki dokumentiert sind.

Ok… da gibt es sicher einige User, welche sich sehr Elitär fühlen, weil diese Archlinux benutzen können, dass sind aber eher die Ausnahmen.

Nun spricht es nicht wirklich für die Comunity, wenn man quasi erst lernen muss. mit Ihr umzugehen. Doch hat man diese Einstiegshürde überwunden, trifft man wohl auf einige der leidenschaftlichsten Linux User überhaupt. Die Professionalität der gebotenen Hilfe, beeindruckt mich auch nach Jahren immer wieder. Natürlich gibt es solche User auch bei anderen Distributionen, aber bei Archlinux fällt es mir öfters auf als Beispielsweise bei Debian oder Fedora.

Arch User Repository

Das AUR ist ein von der Community gepflegtes Repository, welches Scripte beinhaltet um Pakete direkt von der Source zu bauen und mit dem Paketmanager zu installieren. Hier gibt es quasi alles, was je für Linux veröffentlicht wurde. Selbst Scripte für proprietäre Software wie zum Beispiel Spiele aus dem Humble Bundle. Hier braucht nur die Source und könnt es sehr einfach installieren.

Archlinux…

Wie fange ich nur an…

…am Besten mit einem drögen Vorwort…

…Ich selbst nutze Archlinux selbst schon seit einigen Jahren und bin echt überzeugt von dem Projekt. Da Microsoft sein Betriebssystem immer weiter upfuckt und Gaming auf Linux auch interessanter wird, dachte ich, es wird Zeit ein wenig „aus dem Leben“ eines Archlinux Users zu berichten..

Archlinux ist nun wirklich schon lang kein Geheimtipp mehr, aber gerade für Linuxneulinge ist die Einstiegshürde sicher höher als bei anderen Distributionen. Warum es sich aber gerade deshalb Lohnt, direkt auf Archlinux zu setzen, werde ich versuchen hier zu beleuchten…

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